Renate Leitner
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Bildbearbeitung – weil Bilder wirken

Bildbearbeitung vorher / nachher

Warum ist Bildbearbeitung notwendig?

Hat ein schönes Foto einen Makel, denkt man schnell an Bildbearbeitung. Photoshop und Co. bieten eine breite Palette an unterschiedlichsten Möglichkeiten – von der Belichtungskorrektur bis zu ebenenbasierter Erstellung komplexer Fotomontagen. Allerdings ist die Bearbeitung von Fotos nicht nur notwendig, wenn es etwas zu verschönern gilt. Woran viele nicht denken ist zum Beispiel, dass ein digitales Bild zunächst nicht druckbar ist. Das klingt überraschend? Sie haben bereits Digitalbilder auf Ihrem Drucker ausgedruckt? Funktioniert doch!? Ja, ABER …

RGB vs. CMYK

Grundsätzlich gibt es zwei Farbsysteme, die ganz unterschiedlich aufgebaut sind. Alle Kameras und Bildschirme sowie das menschliche Auge basieren auf der additiven Farbmischung (RGB = Rot, Grün, Blau). Im Gegensatz dazu steht die subtraktive Farbmischung, die beim Drucken zur Anwendung kommt (CMYK = Cyan, Magenta, Yellow, Key Color=Schwarz). Zur Verdeutlichung: Nicht jeder Farbton, der auf einem Bildschirm angezeigt wird, kann auch gedruckt werden – u.a. auch weil die Farbräume unterschiedlich groß sind.

Ein Digitalfoto z.B. muss also vom RGB- in den CMYK-Farbraum gebracht werden, damit es gedruckt werden kann. Diese Konvertierung kann automatisch im Hintergrund passieren z.B. sobald Sie Ihr Foto vom Bildprogramm zum Drucker senden. ODER: Ein Bildbearbeitungsprofi steuert diesen Prozess ganz bewusst und nimmt dabei auf die Vor- und Nachteile des jeweiligen Farbraums Rücksicht. Durch gezielte Bearbeitung kontrolliert und optimiert er/sie das Druckergebnis vorab. Der Unterschied dieser beiden Prozesse ist in der Regel eindeutig zu erkennen.

RGB-Farbraum vs. CMYK-Farbraum
Illustration: Renate Leitner

Software und das geschulte Auge

Um Bilder professionell bearbeiten zu können müssen Sie gängige Bildbearbeitungsprogramme wie z.B. Photoshop von Adobe oder PaintShop Pro von Corel beherrschen. Die Funktionen und Werkzeuge zu kennen, sie aufrufen und anwenden zu können führt allerdings noch nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis. Mindestens genauso wichtig wie Software-Kenntnisse ist nämlich die eigene Wahrnehmung. Einen Farbstich zu sehen oder zu erkennen, welche Korrekturen ein Bild in die gewünschte Richtung verändern, erfordert Training. Das Auge zu schulen dauert und kann nur mit Feedback und in Begleitung eines Profis erlernt werden.

NUR mit professionellem Bildschirm
(oder: Nicht ohne meinen EIZO)

Ein geschultes Auge erkennt also z.B. einen Farbstich. Könnte es aber sein, dass dieser Farbstich gar nicht im Foto selbst vorhanden ist, sondern durch eine falsche Darstellung des Monitors zu Stande kommt? Ja, kann es und das ist leider gar nicht selten. Aus diesem Grund ist es für einen Profi notwendig über einen farbverlässlichen, kalibrierbaren Monitor zu verfügen. Die Farbwiedergabe eines Monitors verändert sich während der Nutzung und muss ca. alle 200 Betriebsstunden neu kalibriert und validiert werden. Dabei ist zu beachten, dass Profi-Geräte nicht nur mittels Software sondern auch hardwareseitig fein justierbar sind. Nur ein Profi-Bildschirm kann Farben verlässlich darstellen und Aussagen über das zu erwartende Druckergebnis treffen.

Kalibrierung eines Profibildschirms
Die Kalibrierung erfolgt bei völliger Dunkelheit, um störende Lichtquellen ausschließen zu können.

Kann man Bildbearbeitung automatisieren?
Die Antwort: Ja – mit Qualitätskontrolle!

Grundsätzlich bietet Photoshop viele Möglichkeiten der Automatisierung, jedoch ist die Qualitätskontrolle durch einen Profi entscheidend. Ist das Bildmaterial sehr homogen, kann man mit einem sehr hohen Automatisierungsgrad tolle Ergebnisse erzielen. Ein Beispiel aus der Praxis: Für den Onlineshop »Feines Futter« habe ich einen Automatisierungsprozess mit Photoshop erstellt. Dieser spart Zeit und somit Kosten. Die Produkte im Shop werden nun auf ähnliche Weise abgebildet – der Kunde ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

 

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Bildbearbeitung
17. März 2021
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